Johannes Kepler Symposium für Mathematik

Im Rahmen des Johannes-Kepler-Symposiums für Mathematik wird ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Manfred Borovcnik, Institut für Statistik, Alpen-Adria Universität Klagenfurt, am Wed, April 29, 2009 um 17:15 Uhr im HS 13 einen öffentlichen Vortrag (mit anschließender Diskussion) zum Thema ""Anwendungen" und Anwendungen - Chancen für den Unterricht in Stochastik" halten, zu dem die Veranstalter des Symposiums,

O.Univ.-Prof. Dr. Ulrich Langer,
Univ.-Prof. Dr. Gerhard Larcher
A.Univ.-Prof. Dr. Jürgen Maaß, und
die ÖMG (Österreichische Mathematische Gesellschaft)

hiermit herzlich einladen.

Series D - Didactics

"Anwendungen" und Anwendungen - Chancen für den Unterricht in Stochastik

Im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen wurde die "Nowitzki-Aufgabe" in "unlösbarer" Form gestellt. Das hat zu einem erheblichen Aufruhr und einer erbitterten Diskussion um das Zentralabitur geführt. Natürlich ist es mehr als peinlich, wenn solch ein Fehler unterläuft. Weder die Aufgabenstellung an sich noch die folgende Diskussion haben sich aber daran gestoßen, dass die gewählte Modellierung die anstehenden Fragen - auch wenn die fehlenden Angaben ergänzt werden - sinnvoll beantworten lässt. Natürlich wollen wir die Lernenden nicht überfordern, wie in einer geäußerten Kritik festgehalten wird: "Wenn die Modellierung feststeht, wird die Aufgabe innerhalb des Modells weiter bearbeitet. D.h. es wird angenommen, dass das Modell stimmt. Es ist nicht die Aufgabe des Abiturienten, die Angemessenheit der Modellierung zu hinterfragen." Solche Fragen aber im Unterricht auszuklammern bedeutet, Anwendungen auf "Anwendungen" zu reduzieren und sich wesentlicher Chancen eines Unterrichts in Stochastik zu begeben.

Die Nowitzki_Aufgabe:

Der deutsche Basketball-Profi Dirk Nowitzki spielt in der amerikanischen Profiliga NBA beim Club Dallas Mavericks. In der Saison 2006/2007 erzielte er bei Freiwürfen eine Trefferquote von 90,4 %.

Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass er
1. genau 8 Treffer bei 10 Versuchen erzielt,
2. höchstens 8 Treffer bei 10 Versuchen erzielt,
3. höchstens viermal nacheinander bei Freiversuchen erfolgreich ist.