Johannes Kepler Symposium für Mathematik

Im Rahmen des Johannes-Kepler-Symposiums für Mathematik wird ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Manfred Kronfellner, Institut für Diskrete Mathematik und Geometrie, TU Wien, am Wed, Jan. 19, 2011 um 17:15 Uhr im HS 13 einen öffentlichen Vortrag (mit anschließender Diskussion) zum Thema "x-y-(un)gelöst. Ein Streifzug durch 4000 Jahre Gleichunglösen" halten, zu dem die Veranstalter des Symposiums,

O.Univ.-Prof. Dr. Ulrich Langer,
Univ.-Prof. Dr. Gerhard Larcher
A.Univ.-Prof. Dr. Jürgen Maaß, und
die ÖMG (Österreichische Mathematische Gesellschaft)

hiermit herzlich einladen.

Series A - General Colloquium:

The intention is to present general information not only to experts, but also to students and guests from outside the mathematical institutes.

x-y-(un)gelöst. Ein Streifzug durch 4000 Jahre Gleichunglösen

Gleichungen (mit und ohne Texteinkleidung) wurden bereits in der Antike gelöst, manchmal auch schon Gleichungen 2. und 3. Grades. Die Araber (8. – 12. Jht., insbesondere Alkhwarizmi) gingen an solche Gleichungen schon systematischer heran, und in der Renaissance kam man „formelmäßigen“ Lösungen schon sehr nahe („Formel von Cardano“). Im 18. Jahrhundert plagte man sich mit Gleichungen 5. Grades und musste schließlich Anfang des 19. Jahrhunderts erkennen, dass für diese keine allgemeinen Lösungsformeln gefunden werden können („Galois-Theorie“). In diesem Vortrag soll insbesondere gezeigt werden, dass die Geschichte der Mathematik einige für das Lernen und Verstehen von Mathematik relevante Fragestellungen und Methoden, also weitaus mehr als bloß niedliche Histörchen, zu bieten hat.