Johannes Kepler Symposium für Mathematik

Im Rahmen des Johannes-Kepler-Symposiums für Mathematik wird Mag. Dr. Hans-Stefan Siller, Institut für Didaktik der Naturwissenschaften, Universität Salzburg, am Wed, Jan. 14, 2009 um 17:15 Uhr im HS 13 einen öffentlichen Vortrag (mit anschließender Diskussion) zum Thema "Modellbilden - eine motivierende mathematische Tätigkeit?" halten, zu dem die Veranstalter des Symposiums,

O.Univ.-Prof. Dr. Ulrich Langer,
Univ.-Prof. Dr. Gerhard Larcher
A.Univ.-Prof. Dr. Jürgen Maaß, und
die ÖMG (Österreichische Mathematische Gesellschaft)

hiermit herzlich einladen.

Series D - Didactics

Modellbilden - eine motivierende mathematische Tätigkeit?

Die Bedeutung der Anwendungsorientierung im Mathematikunterricht ist unbestritten. Das Lösen echter Anwendungsprobleme - im Gegensatz zum Lösen sogenannter eingekleideter Aufgaben - ist immer vollständig oder in Teilen mit Modellbildungsprozessen verbunden. Dabei versteht man unter Modellbildung jeglichen Gebrauch mathematischer Begriffe und Methoden zur Beschreibung (Modellierung) und Lösung außermathematischer Probleme.

Ein Ziel des Mathematikunterrichts muss darin bestehen, die "Modellbildungs"-Fähigkeiten der Schüler zu entwickeln und zu schulen. Die Modellbildungskompetenz liegt zum einen in der Fähigkeit, die Modellbildungskapazität mathematischer Inhalte und Verfahren zu erkennen und zum zweiten im variablen Einsatz heuristischer Strategien, welche die Mathematisierung realer Sachverhalte unterstützen und die Anwendung mathematischer Inhalte und Verfahren in Modellen ermöglichen.

Im Rahmen dieses Vortrages sollen verschiedene Zugänge anhand von "Real-Life-Problems" aufgezeigt und exemplarisch vorgestellt werden.